12
Nov
Die Vor- und Nachteil eines Fertigteilhauses
Fertighäuser bestehen meist aus Holzfertigteilen (Fertigteile aus Stahl, Beton, Mauerwerk, Lehm oder massive Systemsteine sind jedoch ebenfalls üblich), welche in Werkhallen vorproduziert werden und anschließend fristgerecht zu einem fertigen Haus zusammengebaut werden. Dort sind wir direkt bei dem ersten Vorteil eines Fertigteilhauses angekommen, nämlich dem schnellen Bauverlauf. Logischerweise gilt hier: Je größer die Einzelteile, umso kürzer die Montagezeit. Durch das Zusammensetzen der Einzelteile ist weiterhin eine Präzision gewährleistet, welche es in diesem Maße bei einem “normalen” Hausbau nicht gibt. Ein entschiedener Vorteil eines Fertigteilhauses ist die bessere Kostenkontrolle, welche eine ziemlich genau Kostenkalkulation ermöglicht. Doch nicht nur eine verbesserte Kostenkontrolle lässt sich mit dem Bau eines solchen Hauses erreichen, sondern ebenfalls eine enorme Kosteneinsparung durch weniger Lohnkosten diverser Handwerker, da die “HausMontage” vergleichsweise schnell von Statten geht. Durch die schnelle Montage wiederum, gelangt weniger Feuchtigkeit in das Haus, welches im Folgeschluss verminderte zukünftige Sanierungsarbeiten (z.B. durch Schimmel) bedeutet.
Kommen wir nun zu den Nachteilen eines Fertighauses, welche es, man glaube es kaum, ebenfalls gibt: Da nicht alle Fertighausfirmen “freie Planungen” anbieten, sondern stattdessen ausschließlich standardisierte Haustypen, bleibt die Individualität ein wenig auf der Strecke. Zudem ist - im Gegensatz zu Häusern aus Massivbaustoffen - die technische Lebensdauer der Fertigteilhäuser geringer. Ein weiterer Nachteil stellt der Versicherungsaspekt dar, da Holzfertigteilhäuser in der Feuer- und Leitungswasserversicherung mit einem vergleichsweise hohen Risiko bewertet werden, was im Umkehrschluss eine erhöhte Versicherungsprämie mit sich zieht. Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass Fertighäuser einen höheren Werteverlust im Gegensatz zu konventionellen Häusern haben.